BREATHLESS - Ein deutsch-tschechischer Episodenfilm
Sonntag, 22. November 2009, 17.00 Uhr, Odeon
BREATHLESS – ÜBER DIE ENTSCHLEUNIGUNG DER ZEIT ist das Ergebnis eines einzigartigen deutsch-tschechischen Dokumentarfilmprojekts, bei dem Filmemacher aus beiden Ländern aufgefordert wurden, ihre Ideen zum Thema 'Beschleunigung und Zeit' zu verfilmen. Die vier Kurzfilme, die realisiert wurden und jetzt unter dem Titel BREATHLESS im Vertrieb von Real Fiction zu sehen sind, könnten in ihrer Ganzheit keinen vielseitigeren und feinsinnigeren Blick auf das Phänomen Zeit in unserer Gesellschaft werfen. Dabei suchen alle vier vor allem die Auswege aus dieser beschleunigten Welt – in die Langsamkeit.
![]() | Milltown, Montana Deutschland 2009 / Rainer Komers / 34’ Sorgfältig komponierte Bilder, eindrucksvolle Soundcollagen, keine Dialoge: Ein essayistischer Streifzug durch eine grandiose, aber vom Menschen gemarterte Landschaft. Im Stile der großartigen Bildsprache seiner preisgekrönten Filme dokumentiert Rainer Komers eine Region, die einst das größte Bergbau-Gebiet der USA war und die sich nun von Giften und Schwermetallen kontaminiert, in einer Phase des postindustriellen Stillstands zu befinden scheint. |
![]() | I Love the Boring Life (The Diary Of Grandmother Nemcová jr.) Tschechische Republik, Deutschland 2009 / Jan Gogola / 26’ Das Tagebuch der Großmutter Nemcova, eine Frau aus dem Prager Vorort Zbraslav, entwickelt sich von einer Chronik alltäglicher Familienerlebnisse, Wettervorhersagen und politischer Ereignisse zu einer sur-realen Annäherung an die Ewigkeit. Der Regisseur: „Für uns bietet sich hier die Möglichkeit, einen Film zu drehen, der zeigt, dass Banalität tatsächlich ein Teil unserer persönlichen Wahrnehmung sein kann, nicht aber der Welt an sich. Die Kunst besteht darin, Banalität in Einzigartigkeit umzuwandeln.“ |
![]() | Time’s UP – An Experiment In The Time Management Deutschland 2009 / Marie-Catherine Theiler, Jan Peters / 15’ Wenige Sekunden eines Unfalls reißen die beiden Filmemacher Jan Peters und Marie-Catherine Theiler aus ihrer Alltagshektik und werden zum Auslöser für ihr ganz persönliches Zeitexperiment. Den Rahmen dafür bildet Marie-Catherines Schwangerschaft, während der die Regisseure nichts auslassen, um mit Witz und Ironie zu untersuchen, wie die heutige Gesellschaft – und vor allem sie selbst – mit dem Thema 'Zeit' umgehen. |
![]() | Es wird einmal gewesen sein Deutschland 2009 / Anca Miruna Lazarescu / 28’ In einer kleinen Kirche in Halberstadt in Ostdeutschland spielt eine Orgel das Stück „Organ 2/ASLSP“ von John Cage so langsam wie möglich - ohne Unterbrechung und bis zum Jahr 2640. Ein Film voller tiefer, aber auch humorvoller Momente, der sich auf besondere Weise der Frage nach der Wahrnehmung von Zeit widmet. |





